Die andere Perspektive!

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In einem Fußballspiel zählt letztendlich nur eins. Der Sieg. Ruhm und Ehre gebührt meistens dem Torschützen. Somit in der Regel den Stürmern. Aber wie sieht es da eigentlich in den hinteren Reihen aus. Die Defensive! Die Abwehr, bei dem der kleinste Fehler das Spiel entscheiden kann. Die Motivation eines Stürmers ist das Erzielen der Tore. Dies treibt einen Spieler auf natürliche Weise an. Der Abwehrspieler hingegen muss konstante Konzentration und eine starke Leistung aufbringen, mit dem Wissen, dass dies am Ende vielleicht keine Beachtung findet. Daher heute mal „die andere Perspektive“.

Das gestrige Spiel der ersten Mannschaft gegen den SV SW Schwanenberg, war eben gerade ein Spiel, bei dem explizit die Hintermannschaft gefragt war. Der Tabellendritte durfte nicht unterschätzt werden. Als um 14:30 Uhr das Spiel angepfiffen wurde, waren die Schwanenberger hell wach. Es schien als hätte sich Ay-Yildizspor eigentlich auf ein ruhiges Spiel eingestellt. Der Gegner hatte aber wohl anderes vor. Harter Zweikampf und frühes Stören ab der ersten Minute. So hatten die Schwanenberger die ersten klaren Chancen. Torwart Mehmet Kocakaya parierte zwei mal in den ersten 15 Minuten hochkarätige Chancen. Hier hätte man schon in Rückstand liegen können. Die Abwehr um Gökhan Can, Hulusi Eser (IV), Kubilay Canakci (LV), Hüseyin Akkaya (RV), Mevlüt Polat (ZDM) und Timur Etcioglu (ZDM) hatten allerhand zu tun. Vor allem Kubilay Canakci war auf der linken Seite dauerbeschäftigt. Dies sollte sich bis Ende des Spiels auch nicht ändern.

 

Die erste Halbzeit lief gelinde ausgedrückt etwas unrund. Fehlpässe brachten die Abwehrspieler immer wieder in Bedrängnis. Da ist es natürlich das dies frustriert und Unruhe ins Spiel bringt. Trotzdem hat man sich gegenseitig unterstützt. Der Fehler eines Mitspielers wurde von dem einen oder anderen wieder korrigiert. Und wenn nicht war Keeper Mehmet Kocakaya zur Stelle. Schwanenberg hatte auch die eine oder andere Standardchance. Welches in der Abwehr vereitelt wurde.

Zur Halbzeit gab es erstmal eine ordentliche Ansprache des Spielertrainers Orhan Özkaya, um die Mannschaft etwas wach zu rütteln. Özkan Odabasi kam für Hulusi Eser rein und sollte die gewohnte Stabilität in die Abwehr bringen. Die Ansprache zeigte Wirkung. Das Spiel verlagerte sich ins Mittelfeld. Gökhan Can dirigierte nun im Stile eines Symphonie Dirigenten die Abwehr. Sogar Sahin Dagistan half hinten mit aus. Dies war auch nötig. Denn die Leistung der Schwanenberger war nicht zu verachten. Aber die unserer Abwehr auch nicht. Nur kamen die Schwanenberger nicht zum Abschluss. Dies war zermürbend und zerrte an ihren Kräften. Unsere Abwehr hingegen wurde immer sicherer und leitete immer wieder gefährliche Akzente nach vorne. In den letzten Minuten war das nur noch eine grandiose Mannschaftsvorstellung. Dieses Spiel ging definitiv auf das Konto der Abwehr, die mit Ihrer Leistung ein Zusammenhalt präsentierten welches Appetit auf mehr macht. Nebenbei endete das Spiel 2:0.