Hey Schiri, Abseits!

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Ein aufregendes Wochenende bei dem diesmal die Schiedsrichter im Mittelpunkt standen. Was wäre die Kreisliga ohne Ihre Schiedsrichter? Sie haben es wahrlich nicht leicht. Kreisligafußball ist, wenn bei jeder Hereingabe die gegnerische Mannschaft „Abseits“ ruft und bei jedem „Aus“ alle die Hand heben. Das ist Kreisliga! Dies macht es natürlich nicht leichter ein Spiel zu leiten. Allerdings scheint es als brächten die Schiedsrichter, auch auf die Gefahr hin, dass es nur eine subjektive Wahrnehmung ist, eine gewisse nervöse Grundstimmung zu den Ay-Yildiz Spielen mit. Letztendlich sind die Unparteiischen aber in ihren Entscheidungen frei. Wir aber auch in unserer Berichterstattung.

Ay-Yildizspor III – SC Wegberg II

Schon am Samstag 18 Uhr, stand das Spiel der Dritten gegen die Reserve des SC Wegberg II auf dem Plan. Der Unparteiische erschien pünktlich und wies den erstbesten Spieler erst einmal auf die Regel hin, dass sich keine Zuschauer am Spielfeldrand zu befinden haben, außer Trainer und Betreuer. Diese sollten vorstellig werden um sie zu identifizieren. Das Spiel lief ohne Vorkommnisse ab. Und als Zuschauer waren nur die Ersatzspieler präsent. Die vom Schiedsrichter erwarteten Zuschauermassen blieben hier leider aus. Sehr ungewöhnlich in einem „Kreisliga D“ Spiel. Auch während des Spiels war der Unparteiische in meckerlaune, was man sonst eigentlich nur von den Spielern kennt. Das Spiel endete 4:0 für Ay-Yildizspor Hückelhoven, durch Tore von Turhan Cömlek, Said Salame, Gökce Kartum und Ibrahim Fakhro. In der Schlussphase hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können, allerdings entschied der Schiedsrichter ein Tor auf Abseits, aufgrund von 9:7 „Abseitsrufen“. Nebenbei ist zu erwähnen, dass sich Torwart Yunus Kardas, in seinem selbstlosen Einsatz eine Prellung am rechten Zeh zugezogen hat und wünschen Ihm gute Besserung.

Ay-Yildizspor II – SV Golkrath II

Die Reserve Mannschaft sollte am Sonntag die Reserve des SV Golkrath empfangen. Allerdings machten die niedrigen Temperaturen den Aschenplatz unbespielbar und man tauschte das Heimspielrecht und fuhr nach Golkrath. Das Spiel lief in der ersten Halbzeit nicht gut, aus Sicht der Hückelhovener. Hier geriet man 0:2 in Rückstand. In der zweiten Halbzeit sah das Spiel aber ganz anders aus. Mit Einsatz und gutem Spiel gelang durch Mehsen Ali Khan und Emrah Bayrak der Ausgleich. Alles schien nach einem Remis. Bis zur 90. Minute. Ein unspektakuläres Kopfballduell im Strafraum von Ay-Yildizspor und Schiedsrichter Sven Ingendorn entschied auf Strafstoß. Es kam wie es kommen musste. Die Gemüter erhitzten sich. Eine kleine Rangelei um den Ball zwischen Schlussmann des Ay-Yildizspor und einem gegnerischen Spieler, und es gab die Rote Karte für den Keeper. Dann noch eine wegen Meckerns, in Richtung Ay-Yildizspor und ein Spiel welches Lothar Matthäus mit den Worten beschrieb, „das ist Arbeit, wo man leistet am Sonntag Nachmittag und ein Mann im Stadion bringt die Spieler um Ihre Leistung“. Da im Anschluss ohne Torhüter, sich kein Spieler auf die Torlinie stellte, brach der Schiedsrichter das Spiel ab. Das ist Kreisliga und wir lieben es.

Ay-Yildizspor – SC Wegberg

Als Krönung des Wochenendes standen sich dann die ersten Mannschaften des Ay-Yildizspor und SC Wegberg am Sonntag gegenüber. Das Spiel begann sehr überraschend für Ay-Yildiz. In der 8. Minute ging der SC Wegberg durch eine Ecke in Führung. Eine kurze Unachtsamkeit und der Ball zappelte im Netz. Der weitere Verlauf des Spiels erwies sich schwierig für Ay-Yildiz, denn Wegberg mauerte sich ein. Mit acht Mann vor dem Strafraum waren keine Räume frei. Bis zur 21. Minute. Ersin Eryurt lässt auf Bayram Sevim abklatschen und dieser verwandelt aus 18 Metern sehenswert in die linke Ecke. Doch SC Wegberg war mutiger als erwartet. In der 37. Minute gingen sie erneut in Führung. Spielerisch nicht besonders, aber mit den wenigen Konterattacken verwirrten sie schon ein wenig. So viele Tore hatte Ay-Yildiz in dieser Saison noch in keinem Spiel kassiert.

Nach der Halbzeitpause war aber wieder Ay-Yildiz am Zuge. Orhan Özkaya erzielte in der 49. Minute das Ausgleich zum 2:2. Weitere Vorstösse der Rot-Weissen konnten die Wegberger, wenn auch nicht grobe, nur mit Fouls aufhalten. Am Ende des Spiels sollten es 6 gelbe Karten werden. Welches trotzdem gefühlt zu gering erschien.

SC Wegberg am Boden. Schiedsrichter Roland Jers im Gespräch mit Trainer des SC Wegberg nach dem Spiel.

Inzwischen baute Ay-Yildiz weiter Druck auf und suchte den Siegtreffer. Mit Ibo Coroz im Angriff verstärkt, erschien es nur noch eine Frage der Zeit. Dann die 90. Minute. Der große Auftritt des Schiedsrichters Roland Jers. Ibo Coroz wird im Durchmarsch von hinten das linke Bein weggezogen und im Sechzehner klar zu Fall gebracht. Es ertönt der Pfiff des Schiris. Ein klarer Elfmeter. Doch entgegen der Erwartung aller Anwesenden, gibt es die gelbe Karte wegen angeblicher Schwalbe. Ibo Coroz war kaum zu bändigen, verständlicherweise. Sogar Gegenspieler Christph Timmermanns mit der Nr. 15 entschuldigte sich für das Faul bei Ibo Coroz, doch dies beeinflusste die Entscheidung des Referees nicht. Enttäuscht warteten die Zuschauer auf den Abpfiff, bis Sahin Dagistan in der Nachspielzeit, vor dem Strafraum auftauchte. Mit einem fulminantem Schuss zwang er den Schlussmann, den Ball zu einem Abpraller, welches vor die Füße, auf den kurz zuvor eingewechselten, Özkan Odabasi fiel. Dieser ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und verwandelte gekonnt zum 3:2 Endsieg.